Forschungsvorhaben Deponie Halle-Lochau - Informationen
Mit dem Forschungs- und Entwicklungsvorhaben
Untersuchungen für die nachhaltige Stilllegung von Deponien, die in Restlöchern des Braunkohlenbergbaus eingerichtet wurden, am Beispiel der Deponie Halle-Lochau
Phase I: Bestandsaufnahme und Lösungsvarianten
wurden durch die Abfallwirtschaft GmbH Halle-Lochau Maßnahmen für die Stilllegung und die Nachsorge entwickelt.
Das Forschungsvorhaben wurde durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung sowie durch das Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt des Landes Sachsen-Anhalt gefördert. Die Laufzeit des FuE-Vorhabens betrug 4,5 Jahre (September 2002 bis März 2007).
Mit der Realisierung des Forschungs- und Entwicklungsvorhabens konnten Maßnahmen aufgezeigt werden, wie eine den Ansprüchen des Umweltschutzes genügende, nachhaltige und kostenoptimierte Durchführung der Deponiestilllegung und der Deponienachsorge im Fall der Deponie Halle-Lochau möglich ist. Die gesetzlichen Vorschriften enthalten dafür keine umfassende technische Lösung, da hier von den Regelvorgaben einer Deponieeinrichtung oberhalb des Grundwassers ausgegangen wird.
Zielstellung bei den zu entwickelnden Maßnahmen war eine Entlassung der Deponie Halle-Lochau aus der Nachsorge in absehbaren Zeiträumen, ohne dass eine Umweltgefährdung von der Deponie ausgehen kann oder eine weitere Deponiebewirtschaftung (z.B. Grundwasserabsenkung) erforderlich ist.
Eine vom Deponiebetrieb unabhängige Nachnutzung des Deponiegeländes ist möglich, wenn die Maßnahmen der Deponiestilllegung und aktiven Nachsorge abgeschlossen sind. Damit kann nach jetzigem Erkenntnisstand 20 bis 30 Jahre nach der Deponiestilllegung gerechnet werden.
Der Deponiestandort wird dann möglichen anderen Folgenutzungen offenstehen, ohne dass von der früheren Deponie eine Gefährdung für die Umwelt ausgehen kann oder weitere besondere Umweltschutzmaßnahmen erforderlich sind. Als Nachnutzungen sind beispielsweise die Gestaltung von Wald- und Parkflächen sowie eines Landschaftssees im Bereich der Deponie sowie der Ausbau der Gewerbeansiedlung am Standort im Rahmen eines Kompetenzzentrums für Kreislaufwirtschaft und Depooniestilllegung denkbar.
Ausgewählte Schwerpunkte des Forschungs- und Entwicklungsvorhabens:
- Endgestaltung und Nachnutzung der Deponie
- Betrachtung und Integration rechtlicher Belange
- Entwicklung technischer Massnahmen für die Deponiestilllegung und die Nachsorgephase
- Modellierung der Umweltauswirkungen der Deponiestilllegung sowie der technischen Maßnahmen
- Betrachtung von Umweltschutz, Nachhaltigkeit sowie Wirtschaftlichkeit
- Ableitung der Vorzugsvariante für Stilllegung und Nachsorge
- Öffentlichkeitsarbeit (Bevölkerung, Behörden)

